An der Mosel

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Alken / Ehrbachklamm-Wanderung

Traben-Trarbach

Traben-Trarbach (2010)

Die Grevenburg:

Die Burg wurde 1350 von Graf Johann III. von Sponheim errichtet und löste die Starkenburg als Residenz der hinteren Grafschaft Sponheim ab. Nach dem Aussterben der Sponheimer 1437 wurde sie Sitz des Oberamtmannes. Im Jahr 1680 wurde sie von Ludwig XIV. erobert und als Teil des Befestigungssystems mit der Festung Mont Royal als Zentrum unter der Leitung von Sébastien Le Prestre de Vauban ausgebaut.

Als Vorfeste des kurzlebigen Mont Royal gingen der Burg nach 1697 die äußeren Festungswerke wieder verloren. Im spanischen Erbfolgekrieg 1701-1714 eroberten die Franzosen unter Tallard 1702 diesen Moselriegel erneut, wehrten eine Belagerung durch die gegnerischen Verbündeten 1703 ab und verstärkten ihn wieder nach Vaubans Plänen, allerdings ohne die drei Oberwerke. 1704 bezwang der hessische Erbprinz Friedrich das Wehrschloss und zwar auf nachdrücklichen Befehl des berühmten englischen Feldherrn Marlborough.

Dann besetzten die Holländer die arg zerzauste Grevenburg und überließen sie im Frieden von 1714 Trier. Kurtrier reparierte ab 1730 die Kampfschäden, um Koblenz und den Rhein zu decken. Nachdem die Franzosen sie im polnischen Erbfolgekrieg 1734 zum vierten und letzten Mal nach kurzer, schärfster Belagerung unter ihrem späteren Kriegsminister Belle-Isle eingenommen hatten, wurde sie im Juli 1734 von den Franzosen gesprengt.

Heute existiert nur noch ein Teil des ehemaligen Kommandantenhauses (eines älteren Wohnturmes), aber etliche Fundamente der Burganlage sind noch erhalten. Der Wohnturm stammt vermutlich noch aus dem 14. Jahrhundert und hatte vier flankierende Ecktürme. Ein ähnlicher Bau befindet sich auf Schloss Gemünden. Die Gräfin Loretta-Stiftung mit Sitz in Traben-Trarbach verfolgt das Ziel die Erhaltung und Restaurierung der Grevenburg zu ermöglichen und zu fördern.

Cochem

Cochem (2013):

Cochem (2011)

Cochem war schon zu Zeiten der Kelten und Römer besiedelt. Im Jahre 886 wird es erstmals als Villa cuchema in einer Urkunde erwähnt. Weitere Namen: Cuhckeme, Chuckeme 893, Cochemo 1051, Chuchumo 1056, Kuchema 1130, Cuchemo 1136, Cocheme 1144, dann Cuchme, bis ins 18. Jahrhundert Cochheim / Cocheim. Cochem war Reichsgut, wurde 1294 unter König Adolf von Nassau an das Erzbistum Trier verpfändet und blieb bis zur französischen Besetzung 1794 kurtrierisches Territorium. 1332 erhielt Cochem die Stadtrechte, bald darauf wurden die heute noch vorhandenen Stadtbefestigungen erbaut.

Zwischen 1423 bis 1425 wütete eine Pestepidemie in der Stadt. 1623 veranlasste Kurfürst Lothar von Metternich die Gründung eines Kapuziner-Konvents. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt belagert, aber nicht erobert. 1689 brannten Truppen Ludwigs XIV. zunächst die Winneburg nieder und eroberten danach Stadt und Burg Cochem. Der Wiederaufbau verlief schleppend.

1794 besetzten französische Revolutionstruppen Cochem, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Jacob Frederic Louis Ravené kaufte 1866 die Ruine der ehemaligen Reichsburg und begann mit dem Wiederaufbau. Erst nach der Errichtung der Moselbrücke in Cochem im Jahre 1927 wurden die beiden Fischerorte Cond und Sehl im Zuge einer Verwaltungsreform 1932 eingemeindet.

Am 23. Januar 1927 wurde die erste Moselbrücke, die Skagerrak-Brücke, eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Cochemer Altstadt zerstört. Seit 1946 ist die Stadt Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Die Reichsburg Cochem wurde im Jahre 1130 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1151 wurde sie von König Konrad III. besetzt und zur Reichsburg erklärt. Im Jahr 1688 wurde die Burg im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges von Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. besetzt und 1689 zerstört. Lange Zeit blieb die Burganlage Ruine, ehe sie im Jahre 1868 von dem Berliner Kaufmann Louis Fréderic Jacques Ravené für 300 Goldmark gekauft und im neugotischen Stil wieder aufgebaut wurde. Seit 1978 ist sie im Besitz der Stadt Cochem und steht heute unter der Verwaltung der Reichsburg GmbH.

Bullay

Bullay (2011)

Es gilt als sicher, daß es im Gebiet der Gemeinde eine römische Siedlung gab. Die erste urkundliche Erwähnung als Buley infra Cell stammt dem Jahre 1150. Von 1470 bis 1550 gab es in Bullay Bergbaubetrieb. Vier Freiherren-Geschlechter hatten die Herrschaft über Bullay: Zand von Merl, Boos von Waldeck, von Metzenhausen und von Kellenbach (später von Ladenberg). Ab 1794 stand Bullay unter französischer Herrschaft.

1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Im Jahr 1879 wurde die Moselbahn gebaut. Seit 1946 ist er Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Durch das 8. Verwaltungsvereinfachungsgesetz vom 18. Juli 1970 mit Wirkung vom 7. November 1970 kam der Ort dann zur Verbandsgemeinde Zell.

 

Bullay