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Geleitwort des Landesvorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Saarland Alwin Theobald (MdL) |
S. 1 |
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Geleitwort des Vorsitzenden des Vereins für Heimatkunde in Merzig |
S. 2 |
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Vorwort des Verfassers |
S. 3 |
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Einordnung 1. Weltkrieg |
S. 4 |
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Einordnung 2. Weltkrieg |
S. 8 |
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Orden und Ehrenzeichen Merziger Soldaten im Zweiten Weltkrieg |
S. 10 |
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Hilbringen |
S. 20 |
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Brotdorf |
S. 36 |
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Ballern |
S. 71 |
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Besseringen |
S. 77 |
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Bietzen / Harlingen |
S. 95 |
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Büdingen |
S. 105 |
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Schwemlingen |
S. 109 |
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Silwingen |
S. 120 |
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Weiler |
S. 130 |
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Wellingen |
S. 133 |
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Fitten |
S. 136 |
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Mechern |
S. 141 |
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Menningen |
S. 149 |
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Merchingen |
S. 154 |
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Mondorf |
S. 168 |
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Merzig |
S. 175 |
Das Buch erschien 2025 in der Reihe merziger geschichtsbücher; man kann es in den Merziger Buchhandlungen kaufen und über den Verein für Heimatkunde in Merzig beziehen.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
mit dem vorliegenden dritten Band der merziger geschichtsbücher setzt der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. seine Reihe zur Geschichte unserer Heimatstadt fort. Nach den thematisch breit angelegten Betrachtungen zu den Merziger Friedhöfen in Band 1 und 2 widmet sich Stefan Haas nun einem Thema, das untrennbar mit diesen Orten des Erinnerns verbunden ist: den Merziger Kriegstoten. Wer waren die Menschen hinter den eingravierten Namen auf den Denkmälern, die je nach Ortsteil mehr oder weniger offensichtlich oder versteckt auf den Friedhöfen oder in der Nähe der Kirchen zu finden sind?
Über mehrere Jahre hinweg hat Stefan Haas amtliche Quellen recherchiert, Gedenktafeln dokumentiert, Sammlungen ausgewertet und zahlreiche Grabstellen im In- und Ausland besucht. Auf dieser Basis entstand ein Werk, das nicht nur Zahlen und Namen verzeichnet, sondern individuelle Schicksale sichtbar macht. Jeder Eintrag erzählt von einem Leben, das zu früh und gewaltsam endete – von den Gefallen und Vermissten der beiden Weltkrieg aus allen Stadtteilen Merzigs.
Die Arbeit führt uns vor Augen, dass diese Weltkriege nicht an den Grenzen unserer Stadt Halt machten – und das zeigt sich auch ganz konkret: der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. betreut mit dem B-Werk Besseringen ein Museum an einem Ort, an dem sich Kriegstreiberei und imperialistische Expansionspolitik der faschistischen NS-Diktatur manifestieren und zum persönlichen Auftrag des einzelnen Soldaten wurden. Als Kampfanlagen sollten Bunker wie das B-Werk Besseringen schließlich technisch effizient dafür sorgen, so viele Namen wie möglich auf die Gedenktafeln zu bringen – sprich: „feindliche Soldaten“ zu töten. Fremde zu töten. Andernorts waren Männer aus Merzig die Fremden. Sie fielen fernab der Heimat an Orten, an denen sie nichts verloren hatten: in Grabenstreichen belgischer Forts, in zerstörten sowjetischen Fabriken, in den Minenfeldern Nordafrikas oder den menschenleeren Fischerdörfern an der Atlantikküste.
Ob in Hilbringen, Brotdorf, Wellingen oder der Kernstadt – überall finden sich Zeugnisse dieser Verluste, die Familien, Vereine und Dorfgemeinschaften getroffen haben. Die zugehörigen Denkmäler sind sichtbare Erinnerungsorte. Das Bewahren dieser Erinnerung ist eine Aufgabe, die jedoch nicht mit der Errichtung eines Denkmals endet, sondern im stetigen Erzählen und Forschen fortbesteht. Die eigentliche Bedeutung eines solchen Denkmals wird uns also erst durch solch eine umfassende Dokumentation bewusst.
Die akribische Zusammenstellung der Kriegstoten aus allen 17 Stadtteilen ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur lokalen Erinnerungskultur, sondern auch eine wertvolle Grundlage für die weitere historische Forschung in unserer Region. Sie ermöglicht es, Zusammenhänge herzustellen, Lebenswege zu rekonstruieren und damit ein Stück Identität unserer Stadt zu bewahren. Wir laden Sie daher herzlich ein, mit diesem Buch zu arbeiten!
Gleichzeitig mahnen die Kriegstoten uns aber auch – jenseits aller Zahlen und Fakten – zum Nachdenken – dass Frieden, Freiheit und Demokratie weder ein Naturgesetz noch eine Selbstverständlichkeit sind. Jeder und jede Einzelne sollte sich beim Blick auf ein Totenbildchen, in die Augen eines jungen Merziger Soldaten fragen, was er oder sie für ein friedliches Europa tun kann und wie man dafür sorgen kann, dass die Tafeln mit der Aufschrift „1939-1945“ auch die letzten Tafeln bleiben. Gute Gelegenheiten dazu bieten sich im Frühjahr 2027 und im Winter 2029.
Im Namen des Vereins für Heimatkunde Merzig e.V. danke ich Stefan Hass für seine ausdauernde und sorgfältige Arbeit, die mit diesem Band einen weiteren wichtigen Beitrag zur Geschichtsschreibung unserer Stadt leistet. Ebenso danke ich allen, die durch Hinweise, Dokumente oder Unterstützung zum Gelingen beigetragen haben.
Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine erkenntnisreiche und zugleich nachdenkliche Lektüre von „Wer waren die Merziger Kriegstoten?“
Merzig, im November 2025
Martin Lang
(Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde Merzig e.V.)
Sie möchten für eine Neuauflage weitere Informationen, Daten und Erinnerungen oder Fotos von Merziger Kriegstoten aus beiden Weltkriegen zur Verfügung stellen?
Dann nutzen sie folgende Kontaktmöglichkeit zum Verfasser:
